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Die Blutegeltherapie
Der Blutegel saugt bei einer Therapie etwa 30 Minuten bis 2 Stunden. Während dem Saugen scheidet der Egel eine helle, klare Flüssigkeit aus, welche an ihm heruntertropft. Er sondert damit etwa 20% der gesaugten Flüssigkeit sofort wieder ab und behält lediglich die Ihnaltsstoffe.
Wird der Patient bewegt (Spaziergang, Roundpen, etc.) saugt der Egel deutlich schneller.
Pro Mahlzeit nimmt der Egel 3-6ml Blut auf. Durch das Nachbluten verliert das "Opfer" weitere 20-30ml.
Der Biss selber ist schmerzarm und wird vom Tier sehr gut toleriert. Nach dem Biss tritt ein leichtes Brennen oder Stechen auf - vergleichbar mit der Berührung einer Brennessel.
Die historische Entwicklung der Blutegeltherapie
Bereits 1500 vor Chr. wurde die Heilwirkung der Blutegeltherapie erwähnt. Die ersten Aufzeichnungen in Europa findet man bei dem griechischen Arzt und Dichter Nokandros von Colophon (ca. 2tes Jahrhundert vor Chr.).
Auch im Mittelalter war die Blutegeltherapie weit verbreitet.
Durch die immer populärer werdende Blutegeltherapie wurde Mitte des 19. Jahrhunderts die Egelpopulation so sehr dezimiert, dass diese Gattung vom Aussterben bedroht war. Bis zu 80 Blutegel wurden in einer Sitzung angesetzt (heute max. 10 Tiere).
Durch das Auftreten der Aspesis und neuen Erkenntnissen über Krankheitserreger, wich die Blutegeltherapie immer mehr zurück.
Eine weitere Gafahr stellte für den Egel die industrialisierung dar: die zunehmende Umweltverschmutzung bereitete große Probleme. Egel besiedeln nur reines Wasser und so wurden die natürlichen Lebensräume sehr begrenzt.
Mit der Dezimierung des Blutegels sank auch die Popularität der Blutegeltherapie.
Mitte der 80er Jahre wurde der Blutegel in der Medizin wieder entdeckt.
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